{"id":192,"date":"2014-06-25T18:51:32","date_gmt":"2014-06-25T16:51:32","guid":{"rendered":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/?p=192"},"modified":"2014-06-25T18:51:32","modified_gmt":"2014-06-25T16:51:32","slug":"giardien-kokzidien","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/?p=192","title":{"rendered":"Giardien &#038; Kokzidien"},"content":{"rendered":"<table id=\"table1\" border=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: large;\">Girardien<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Giardien (Giardia) sind eine Gattung von mikroskopisch kleinen D\u00fcnndarm-Parasiten. Sie werden, \u00e4hnlich wie Kokzidien, traditionell zu den Protozoen gez\u00e4hlt, d. h. es sind heterotrophe (\u201etierische\u201c) Einzeller. Sie kommen weltweit bei einer Vielzahl von S\u00e4ugetieren, aber auch bei Amphibien, Reptilien und V\u00f6geln vor. F\u00fcr den Menschen stellen sie als Zoonoseerreger eine Gefahr dar. Ein weit verbreiteter Vertreter der Giardien ist Giardia intestinalis, auch Giardia lamblia oder Giardia duodenalis genannt, der V\u00f6gel und S\u00e4ugetiere bef\u00e4llt. Giardia agilis kommt bei Reptilien vor, Giardia muris bei Nagetieren und V\u00f6geln<\/span><\/p>\n<p>Die Darmparasiten haben eine birnenf\u00f6rmige Gestalt mit zwei typischen Kernen, die den Anschein eines Augenpaares (in Wirklichkeit Zellkerne mit Erbinformationen) haben. Zur Fortbewegung nutzen Giardien ihre Gei\u00dfeln. Mit Hilfe ihrer Bauchhaftscheibe sind die Durchfallerreger in der Lage, sich an der Darmwand des Wirts festzusetzen, d. h. sie dringen nicht in das Gewebe ein. Dort vermehren sie sich dann millionenfach auf der Oberfl\u00e4che der Darmschleimhaut.<\/p>\n<p>Um andere Lebewesen (u. a. auch Menschen) zu befallen, umgeben sich jeweils zwei Giardien mit einer sch\u00fctzenden H\u00fclle und lassen sich \u00fcber den Kot ausscheiden. Durch die H\u00fclle sind sie tage- bis wochenlang gesch\u00fctzt, bevor sie vom neuen Wirt \u00fcber verschmutztes Wasser oder Nahrungsmittel aufgenommen werden. Die infekti\u00f6sen Parasiten bleiben in feuchten B\u00f6den bis zu sieben Wochen infekti\u00f6s, in k\u00fchlem Wasser (4 \u00b0C) bis zu drei Monaten, wobei sie unter optimalen Bedingungen sogar mehrere Monate lebensf\u00e4hig bleiben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Viele Menschen und Tiere beherbergen Giardien im Darm, ohne sich krank zu f\u00fchlen. Trotzdem scheiden sie den Parasiten mit ihrem Stuhl aus. Andere befallene Individuen leiden an \u00dcbelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall. Beim Menschen wird eine Infektion mit Giardien meist mit einer Reise in tropische Regionen oder Abenteuerreisen in die freie Natur erkl\u00e4rt. Tats\u00e4chlich sind die hygienischen Bedingungen in diesen Gebieten oder \u201eCamps\u201c oft ungen\u00fcgend, so dass eine Ansteckung durch Wasser oder Nahrungsmittel leicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Giardien stellen ein Problem in der Trinkwasseraufbereitung dar, sie lassen sich weder durch Chlor noch durch Ultraviolettstrahlung komplett abt\u00f6ten. Aus diesem Grund wird zur Oberfl\u00e4chenwasser-Aufbereitung h\u00e4ufig Ultrafiltration eingesetzt, um sie abzufiltrieren.<\/td>\n<td align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/Informationen\/Giardien.JPG\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"191\" border=\"0\" \/><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Verschiedene Ansichten<br \/>\neiner <i>Giardia<\/i>-Cyste<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"center\">\n<hr \/>\n<\/td>\n<td align=\"center\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"center\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><b><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: large;\">Kokzidien<\/span><\/b><\/span><b><b><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Kokzidien (Coccidia) sind eine Ordnung der Sporentierchen, einer Klasse der Protozoen, die in der Regel intrazellul\u00e4r parasitisch in h\u00f6heren Tieren leben.<br \/>\nDie Kokzidien befallen vorwiegend den Magen-Darm-Trakt und bewirken je nach Befallsst\u00e4rke Durchfall. Die Erkrankungen durch Kokzidien nennt man Kokzidiosen. Sie kommen bei Haustieren wie Hund, Katze und Kaninchen, aber auch bei Gefl\u00fcgel und Fischen vor. Als Therapie werden sog. Kokzidiostatika verabreicht. Die Krankheit kann nach erfolgreicher Behandlung rasch abheilen. In besonderen F\u00e4llen, z.\u00a0B. bei Jungtieren, kann sie auch t\u00f6dlich enden.<\/span><\/b><\/b>In einer Wirtszelle, meist des Magen-Darm-Kanals, des Blutes oder der Leber, vollziehen sie eine ungeschlechtliche Vermehrung in Form einer Schizogonie\/Merogonie (Spaltung) durch mehrfache Kernteilungen und zerst\u00f6ren dabei die Zelle. Jedes der sogenannten Merozoiten (bis zu 100 aus einem Elterntier) bef\u00e4llt anschlie\u00dfend eine neue Zelle und der Vorgang wiederholt sich. Die Form der Teilung ist abh\u00e4ngig vom Parasiten: Toxoplasma gondii teilt sich in einer Form die Endodyogenie genannt wird, w\u00e4hrend Eimeria ein Schizogonie\/Merogonie-Teilungsmuster aufweist. Bei Sarcocystis wird das Teilungsmuster als Endopolygonie bezeichnet.<\/p>\n<p>Die Zahl der ungeschlechtlichen Vermehrungen ist f\u00fcr jede Kokzidien-Art spezifisch. Danach bilden sich Geschlechtszellen (Gametogonie), n\u00e4mlich gro\u00dfe plasmareiche Makrogameten und kleine begei\u00dfelte Mikrogameten und es vollzieht sich eine geschlechtliche Vermehrung. Die befruchtete weibliche Zelle umgibt sich mit einer H\u00fclle und wird zur Oozyste. Sie wird mit dem Kot des Wirtes ausgeschieden. In der Au\u00dfenwelt kommt es wieder zu einer ungeschlechtlichen Vermehrungsphase, in der sich einkernige Teilungsprodukte bilden und sich mit H\u00fcllen umgeben, die sogenannten Sporen (Sporogonie). In den Sporen bilden sich unter weiterer Teilung die infekti\u00f6sen Sporozoiten.<\/p>\n<p>Unterordnung Haemosporidia<\/p>\n<p>Haemosporidia ist die f\u00fcr Menschen bedeutendste Gruppe, zu der der Malaria-Erreger Plasmodium malariae geh\u00f6rt. Plasmodien sind auch der Tropica-Parasit (Plasmodium falciparum) und der Tertianaparasit (Plasmodium vivax). Andere Plasmodien kommen in Affen, Flederm\u00e4usen und anderen S\u00e4ugetieren vor, z. B. Theileria parva (K\u00fcstenfieber afrikanischer Rinder).<\/p>\n<p>Ebenfalls zu den Kokzidien geh\u00f6rt Toxoplasma gondii, der Erreger der Toxoplasmose bei Katzen. Diese Infektion ist f\u00fcr Menschen mit gesundem Immunsystem ungef\u00e4hrlich. Eine Gefahr besteht allerdings bei Menschen mit geschw\u00e4chtem Immunsystem (HIV- oder Transplantationspatienten). Eine weitere Gefahr besteht bei der Erstinfektion in der Schwangerschaft, bei der das ungeborene Kind sterben oder schwere Behinderungen davontragen kann.<\/p>\n<p><b><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: large;\"><br \/>\n<\/span><\/b><\/td>\n<td align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/Informationen\/Kokzidien.JPG\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"214\" border=\"0\" \/><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Oozysten von<br \/>\nEimeria maxima<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"center\"><\/td>\n<td align=\"center\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Bitte bedenke Sie bei der \u00dcbernahme eines Tieres, dass Giardien und Kokzidien auch nach einer gewissen Zeit erst bei einem Tier auftreten k\u00f6nnen (Inkubationszeit).<\/span><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Beides kann mit einem Medikament Ihres Tierarztes ohne Probleme behandelt werden.<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GirardienGiardien (Giardia) sind eine Gattung von mikroskopisch kleinen D\u00fcnndarm-Parasiten. 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