{"id":194,"date":"2014-06-25T18:52:29","date_gmt":"2014-06-25T16:52:29","guid":{"rendered":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/?p=194"},"modified":"2014-06-25T18:52:29","modified_gmt":"2014-06-25T16:52:29","slug":"mittelmeerkrankheiten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/?p=194","title":{"rendered":"Mittelmeerkrankheiten"},"content":{"rendered":"<p align=\"center\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: x-large;\">Welche Mittelmeerkrankheiten gibt es in Spanien?<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">Generell k\u00f6nnen Hunde aus s\u00fcdlichen L\u00e4ndern mit diversen Krankheiten infiziert sein. Hierzu z\u00e4hlen in erster Linie Leishmaniose, Borreliose, Babesiose, Dirofilariose und Ehrlichiose (Hunde). Die \u00dcbertr\u00e4ger dieser Krankheiten sind Sandm\u00fcckenstiche (Leishmaniose), Zecken (Babesiose, Borreliose &amp; Ehrlichiose) sowie W\u00fcrmer (Dirofilariose).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black;\">Wichtig:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial Black;\"><br \/>\nDie meisten Reiseerkrankungen haben eine lange Inkubationszeit, d.h. dass zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit viel Zeit vergehen kann. Gerade im Fall der Leishmaniose mehrere Jahre! Informieren Sie Ihre\/n Tierarzt\/Tier\u00e4rztin, wenn Sie mit Ihrem Tier im Ausland waren oder ein Tier aus dem Auslandstierschutz adoptiert haben..<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">Au\u00dferdem werden bei uns erst Hunde mit Vollendung des 10 Lebensmonats getestet. Studien belegen, dass erst in diesem Altersstadium eine korrekte Titerbestimmung m\u00f6glich ist und nicht etwa ein Befund des Muttertieres getestet wird!!!<br \/>\nHier empfehlen wir den neuen Besitzern, dass diese bei Vollendung in Eigeninitiative einen Bluttest durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Ausnahmen bestehen, wenn der Hund z.B. sehr erkrank ist oder eine Entz\u00fcndung vorliegt, denn diese kann ein Befund verf\u00e4lschen, so dass wir hier lieber warten und ggf. der Hund erst bei seinem neuem Besitzer getestet wird.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"50%\" \/>\n<p align=\"center\"><b><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: large;\">Die Leishmaniose<\/span><\/b><\/p>\n<hr width=\"50%\" \/>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Was ist Leishmaniose?<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\"><br \/>\nLeishmaniose ist eine Mittelmeerkrankheit (Leishmania &#8211; Leismaniose), die durch Stiche der Sandm\u00fccken, auch Schmetterlingsm\u00fccken (Gattung Phlebotomus) genannt, \u00fcbertragen wird. Sandm\u00fccken gibt sie in allen mediterranen L\u00e4ndern, in Regionen von Tunesien, Griechenland, T\u00fcrkei, Portugal, S\u00fcdfrankreich, Spanien, den Kanaren, Sizilien, aber auch in Deutschland (bisher nur Baden-W\u00fcrttemberg) und der Schweiz.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black;\">Was man \u00fcber Sandm\u00fccken wissen mu\u00df:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial Black;\"><br \/>\nSandm\u00fccken sind in der Regel zwischen M\u00e4rz und Oktober aktiv und fliegen nur nachts, etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang. Ihre maximale Flugh\u00f6he betr\u00e4gt 3 Meter, nur &#8222;gelbes Licht&#8220; lockt sie h\u00f6her. Neonr\u00f6hren, Energiesparlampen oder Quarzlampen haben kein gelbes Licht. Aufgrund ihrer winzigen Gr\u00f6\u00dfe sind Sandm\u00fccken in windstarken Gebieten (z.B. in den Bergen, direkt am Strand) selten, aber m\u00f6glich. Eine Sandm\u00fccke braucht f\u00fcr einen Stich ca. 5 Minuten und sticht daher nur schlafende Lebewesen, die sie nicht abwehren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black;\">Der \u00dcbertragunsweg:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial Black;\"><br \/>\nLeishmaniose ist eine weltweit vorkommende Parasitose mit unterschiedlichen Krankheitsbildern bei Mensch und Tier, bei der die Erreger (Leishmanien) durch den Stich der Sandm\u00fccke \u00fcbertragen werden. Eine direkte Form der Ansteckung, \u00fcber Blut oder Speichel ist NICHT nachgewiesen und reine Spekulation. Weiterhin ist die \u00dcbertragung \u00fcber die Plazenta im Mutterleib bekannt. Die \u00dcbertragung erfolgt jedoch nicht zwangsl\u00e4ufig. Es kann innerhalb des Wurfes einer infizierten H\u00fcndin sowohl infizierte wie nicht infizierte Welpen geben. Einige Welpen weisen einen Antik\u00f6rpertiter auf, ohne selbst infiziert zu sein. Der Titer geht in solchen F\u00e4llen innerhalb des ersten Lebensjahres zur\u00fcck. Ein aussagef\u00e4higer Test ist daher bei Welpen und Junghunden erst fr\u00fchestens mit 10 &#8211; 12 Monaten m\u00f6glich. Auch Menschen k\u00f6nnen von den befallenen M\u00fccken gestochen werden, allerdings kann das menschliche Immunsystem damit umgehen, das des Hundes im Normalfall nicht. Eine Direkt\u00fcbertragung vom Infizierten zum Gesunden ist allerh\u00f6chstens bei direktem Blutkontakt theoretisch m\u00f6glich. Eine Bisswunde reicht hierf\u00fcr aber nicht aus! Direkte \u00dcbertragungen von Tier zu Tier oder Tier zu Mensch wurden bisher nicht nachgewiesen, eine Panikmache oder Angst vor infizierten Hunden ist also v\u00f6llig fehl am Platze! Hunde, die in Spanien leben oder gelebt haben, sollten mit einem Bluttest kontrolliert werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black;\">Der Nachweis:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial Black;\"><br \/>\nEs gibt unterschiedliche Testungen, um die Leishmaniose beim Hund nachweisen zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black;\">Bluttest:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial Black;\"><br \/>\nBei einem Bluttest wird gepr\u00fcft, ob im Blut des Tieres Antik\u00f6rper nachgewiesen werden k\u00f6nnen, es wird der so genannte Antik\u00f6rpertiter getestet. Dieses Verfahren ist relativ ungenau da verschiedene Einfl\u00fcsse das Testergebnis verf\u00e4lschen k\u00f6nnen.<br \/>\n1) Der Antik\u00f6rpertiter kann z.B. hoch sein, weil der mediterrane Hund sich gerade mit der Infektion selbst auseinandersetzt und schon eine nat\u00fcrliche Immunabwehr gebildet hat. Dieser Hund erkrankt nicht.<br \/>\n2) Auch Stress f\u00fcr den Hund kann das Immunsystem durcheinander bringen und zu falschen Ergebnissen f\u00fchren.<br \/>\n3) Es kann eine &#8222;Kreuzreaktion&#8220; mit einer anderen Infektion geben (Ehrlichiose, Babesiose u.a.), d.h. das Immunsystem arbeitet auf &#8222;Hochtouren&#8220;, ein erh\u00f6hter Antik\u00f6rpertiter wird angezeigt, obwohl der Hund nie eine Sandm\u00fccke gesehen hat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">Unter den indirekten Nachweisverfahren hat die serologische Bestimmung von Antik\u00f6rpern mittels Immunfluoreszenz-Test oder ELISA die weiteste Verbreitung gefunden. Obwohl auch hier Sensitivit\u00e4t und Spezifit\u00e4t mit etwa 80 Prozent recht hoch sind, k\u00f6nnen falsch negative Ergebnisse bei frisch infizierten Tieren, welche noch keine Antik\u00f6rper entwickelt haben, auftreten.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black;\">Der Knochenmark- und Lymphknotentest:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial Black;\"><br \/>\nEs wird &#8211; unter lokaler Narkose &#8211; ein Punktat entnommen und mikroskopisch auf Leishmanien untersucht. Dieser Test bringt genaue Ergebnisse.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black;\">PCR-Analyse (Polymerase -Kettenreaktion):<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial Black;\"><br \/>\nals direkter Nachweis nach einer Therapie zur Kontrolle, ob noch Leishmanien in Lymphknoten oder Knochenmark vorhanden sind. Dieser Eingriff wird narkosefrei und f\u00fcr den Hund unproblematisch und schnell durchgef\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black;\">Die Krankheit und ihre Symptome:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial Black;\"><br \/>\nInwieweit ein Tier \u00fcberhaupt erkrankt, ist regional unterschiedlich und h\u00e4ngt von verschiedenen Faktoren ab: a) vom Leishmania-Stamm, der mehr oder weniger krankmachend ist (kein Stamm hat sich nur auf Hunde &#8222;spezialisiert&#8220;), b) vom Immunstatus und Alter des Hundes (ein gesunder, junger Hund &#8211; bis 5 Jahre &#8211; kann die Infektion selbst gut bek\u00e4mpfen) und c) von der Hunderasse (Bobtail, Sch\u00e4ferhund und Husky in Italien oder Spanien sind st\u00e4rker gef\u00e4hrdet).<br \/>\nDie Erreger, Leishmania infantum, \u00e4u\u00dfert sich sekund\u00e4r \u00fcber die Haut, prim\u00e4r sind die inneren Organe befallen. Die m\u00f6glichen Symptome k\u00f6nnen sein: schleichender Gewichtsverlust, Lahmheit, Tr\u00e4gheit, Appetitlosigkeit, Haarverlust (besonders um die Augen), Schuppenbildung, Hautwunden (oft n\u00e4ssend, meist kreisrund &#8211; an Ohren, Kopf, Nasen und an den Beinen), Nasenbluten, Lymphknotenschwellung, Blutarmut (An\u00e4mie), &#8222;Ausfransen&#8220; der Ohrr\u00e4nder mit Schuppenbildung, Nierensch\u00e4digung.<br \/>\nInfolge der Tatsache, dass Leishmanien nahezu alle Organsysteme des K\u00f6rpers befallen k\u00f6nnen, kann sich die Krankheit sehr vielf\u00e4ltig darstellen. Einem Gro\u00dfteil der erkrankten Tiere ist jedoch das Auftreten von St\u00f6rungen der Haut gemein. Anhand der Verteilung dieser St\u00f6rung k\u00f6nnen R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Prognose der Erkrankung gezogen werden.<\/p>\n<p>Symmetrischer Haarverlust und Schuppenbildung:<br \/>\nMit 60 Prozent der F\u00e4lle h\u00e4ufigstes Krankheitsbild, das vorwiegend Tiere mit intaktem Immunsystem entwickeln; beginnend am Kopf verbreitet sich die Erkrankung am gesamten restlichen K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Hautgeschw\u00fcre \u00fcber Knochenvorspr\u00fcngen, an Schwanzspitze und Ohren und im Haut-Schleimhaut-\u00dcbergang:<i><br \/>\n<\/i>Betriftt 20 Prozent der befallenen Tiere und deutet auf eine geschw\u00e4chte Immunabwehr hin. Die Symptome werden einerseits direkt durch die Parasiten hervorgerufen, k\u00f6nnen aber auch indirekt \u00fcber eine von Immunkomplexen hervorgerufene Vaskulitis verursacht werden.<\/p>\n<p>Kn\u00f6tchenbildung in der Haut:<br \/>\nIn die Haut eingewanderte Makrophagen f\u00fchren zur Ausbildung der Kn\u00f6tchen; weitere Abwehrzellen sind nur geringf\u00fcgig beteiligt. Die Erkrankung tritt bei etwa 12 Prozent der Patienten auf und weist auf eine ungen\u00fcgende Immunabwehr hin.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">Generalisierte Hautdegeneration mit Pustelbildung im Bereich des K\u00f6rperstammes:<br \/>\nMit 4 Prozent die seltenste Form. Die Pusteln sind mit einer nichteitrigen Fl\u00fcssigkeit und einigen Parasiten gef\u00fcllt. Die Pathogenese dieser Form ist nicht gekl\u00e4rt und es gibt keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit der Immunkompetenz des erkrankten Tieres.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">Neben den beschrieben St\u00f6rungen kann die Haut weitere Symptome wie \u00fcberm\u00e4\u00dfige Verhornung, Krallenverkr\u00fcmmung, Nagelbettentz\u00fcndung und Pigmentverlust im Nasen-Maulbereich ausbilden. Auch die Schleimh\u00e4ute k\u00f6nnen betroffen sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">Neben der Erkrankung der Haut sind h\u00e4ufig gleichfalls die inneren Organe betroffen (viszerale Leishmaniose). Je nach Organbeteiligung ist die Ausbildung von Leberentz\u00fcndungen, Darmentz\u00fcndungen, Nierenversagen, Blutgef\u00e4\u00dfentz\u00fcndungen, Knochenmarkentz\u00fcndungen, Gelenkentz\u00fcndungen, Nervenentz\u00fcndungen und Muskelentz\u00fcndungen m\u00f6glich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black;\">Therapie:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial Black;\"><br \/>\nGrundvoraussetzung in jedem Fall ist eine Erh\u00f6hung und Stabilisierung des Immunsystems des Hundes. Kein Stress, Geborgenheit, ausgewogenes Futter, innere Ruhe &#8211; all das verbessert seine Konstitution, sein Wohlbefinden und st\u00e4rkt damit sein Immunsystem. Damit wird das Tier in die Lage versetzt, sich selbst mit dem Erreger auseinanderzusetzen und damit fertig zu werden. Besonders Tiere, die keine Symptome zeigen, haben dabei sehr gute Chancen. Eine &#8222;Spontanheilung&#8220; ist bei Hunden unter ca. 5 Jahren m\u00f6glich und auch bekannt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">N-Methylglucamin-Antimonat (Handelsname Glucantim) gilt derzeit als Mittel der Wahl in der Behandlung der Leishmaniose. Durch das Medikament werden im Parasiten ablaufende Glykolyse- und Fetts\u00e4ureabbauvorg\u00e4nge gehemmt. Die abgestorbenen Leishmanien stimulieren ihrerseits die zellul\u00e4re Abwehr. Das Medikament wird nicht im Darm resorbiert und wird daher per Injektion an 20 bis 30 aufeinanderfolgenden Tagen verabreicht. Als Nebenwirkungen sind schmerzhafte Schwellungen im Bereich der Injektion beschrieben, au\u00dferdem kann des zur Ausbildung von Magen-Darm-Beschwerden kommen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">Am besten vertr\u00e4glich hat sich der Wirkstoff Allopurinol gezeigt, der in der Humanmedizin als Gichtmedikament eingesetzt wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">Als unterst\u00fctzende Mittel zur Erh\u00f6hung der Immunabwehr k\u00f6nnen gegeben werden: pflanzlich: synthetisch: Levamisole.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">Leider sind auch die meisten deutschen Tier\u00e4rzte nicht ausreichend informiert und tragen dadurch zur allgemeinen Panik und Verunsicherung bei. Je fr\u00fcher bei Auftreten von Symptomen und Erregernachweis mit der Therapie begonnen wird, desto besser sind die Heilungschancen. Es gibt f\u00fcr Halter infizierter oder erkrankter Hunde inzwischen gut arbeitende Selbsthilfegruppen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black;\">Bitte beachten Sie:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial Black;\"><br \/>\nIm Umgang mit infizierten Tieren besteht f\u00fcr den Menschen keine Gefahr sich zu infizieren, trotzdem m\u00fcssen nat\u00fcrlich entsprechende Hygieneregeln (H\u00e4ndewaschen, Vorsicht im Umgang mit offenen Wunden etc.) eingehalten werden, die f\u00fcr Hundehalter sowieso selbstverst\u00e4ndlich sein sollten. Wissenschaftlich gesehen gibt es KEINEN einzigen nachgewiesenen Fall, bei dem sich der Mensch durch seinen Hund infiziert hat, eben weil inzwischen der Entwicklungsweg der Leishmanien bekannt und erforscht ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">Es besteht also absolut kein Grund, &#8222;vorsichtshalber&#8220; gesunden Tieren aus s\u00fcdlichen L\u00e4ndern eine Chance auf ein neues Leben in Deutschland zu verweigern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">War man im Urlaub, oder hat man ein Tier aus Spanien zu sich genommen, sollte man ca. 6 &#8211; 8 Wochen nach der Adoption einen Mittelmeer-Test beim Tierarzt durchf\u00fchren lassen (Kosten ca. Euro 80,00).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">==&gt; Besonders f\u00fcr die wachsende Zahl der Hunde, die ihre Halter auf Reisen in mediterrane L\u00e4nder begleiten, ist die Prognose bei einer Leishmaniose-Erkrankung schlecht. Denn Hunde, die in Leishmaniose-Gebieten leben und aufgewachsen sind, haben sich oft bereits mit der Krankheit auseinandersetzen m\u00fcssen, ist ihr Immunsystem stabil (und das ist es meist), haben sie einen nat\u00fcrlichen Immunschutz erworben. Sie zeigen dann zwar einen Antik\u00f6rper-Titer im Test, haben aber KEINE Leishmaniose.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">(Quelle: Viele der hier genannten Informationen entstammen unter anderem dem Leishmaniose-Kongress in Sevilla 2002 und wikipedia)<\/span><\/p>\n<hr width=\"50%\" \/>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: large;\">Die Ehrlichichose<\/span><\/p>\n<hr width=\"50%\" \/>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Die Ehrlichiose wird durch Ehrlichien verursacht, das sind Bakterien, die sich in weissen Blutzellen sowie Leber, Milz und Lymphknoten vermehren. \u00dcbertr\u00e4ger sind verschiedene Zeckenarten. Vor allem die braune Hundezecke ist \u00dcbertr\u00e4ger und Reservoir f\u00fcr diese Erkrankung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Die Zecken k\u00f6nnen den Erreger bis zu f\u00fcnf Monaten beherbergen. Infektionen des Menschen durch den Erreger kommen vor, allerdings vermutlich nur durch \u00dcbertragung durch Zecken, eine Hund-Mensch-\u00dcbertragung ist unwahrscheinlich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Die Tiere zeigen h\u00e4ufig st\u00e4ndig wiederkehrendes Fieber, Nasenbluten, schleimig-eitrigen Nasenausfluss, Erbrechen, Blutungen und \u00d6deme in der Unterhaut, Abgeschlagenheit, Abmagerung, Blutarmut (An\u00e4mie), Milzvergr\u00f6\u00dferung, Gelenkerkrankungen (Polyarthritis), alle Lymphknoten des erkrankten Tieres schwellen an, es kommt zu Blutarmut und punktf\u00f6rmigen Blutungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Ehrlichiose kommt v.a. in Mittelmeerl\u00e4ndern, den Tropen und Subtropen vor. Nach einem Aufenthalt in Mittelmeerl\u00e4ndern sollten Sie Ihr Tier unbedingt auf Leishmaniose, Babesiose und Ehrlichiose testen lassen. Die Inkubationszeit betr\u00e4gt zwischen 8 bis 20 Tagen. Relativ h\u00e4ufig kommt es zu einer Doppelinfektion mit Babesien. Die akute Phase der Krankheit beginnt ca. 1-3 Wochen nach der Infektion und dauert ca. 2-3 Wochen an. Sie hat einen nicht auff\u00e4lligen Verlauf und dadurch manchmal nicht gut erkannt werden. In der akuten Phase gibt es folgende Symptome: Lethargie, Futterverweigerung und Fieber, Krampfanf\u00e4lle, L\u00e4hmungserscheinungen, eitriger Auge- u.\/o. Nasenausfluss.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Die Therapie erfolgt durch Antibiotika wie Doxycyclin, Tetracyclin and Oxytetracyclin \u00fcber zwei Wochen. Seropositive Tiere sollten isoliert werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Eine Verh\u00fctung kann durch regelm\u00e4\u00dfige Kontrolle und sofortige Entfernung von Zecken bzw. durch den Einsatz von Zeckenmedikamenten (z. B. Permethrin, Fipronil) erfolgen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">(Quelle: wikipedia)<\/span><\/p>\n<hr width=\"50%\" \/>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: large;\">Borreliose<\/span><\/p>\n<hr width=\"50%\" \/>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Auch die die Borreliose verursachenden Borrelien sind Bakterien. Sie l\u00f6sen v.a. Gelenkschwellungen und \u2013schmerzen sowie Lymphknoten-vergr\u00f6sserungen aus. Babesien, Ehrlichien und auch Borrelien werden durch Zecken \u00fcbertragen. Durch eine effiziente Zeckenbek\u00e4mpfung k\u00f6nnen sie ihren Hund vor diesen drei schweren, manchmal (im umbehandelten Zustand) t\u00f6dlich verlaufenden Krankheiten sch\u00fctzen. Zecken sind in Nordspanien vor allem im Fr\u00fchling und im Herbst aktiv. In den L\u00e4ndern rund um das Mittelmeer aber kommen sie das ganze Jahr vor. Sch\u00fctzen Sie Ihr Tier bei einem Ferienaufenthalt in w\u00e4rmeren L\u00e4ndern deshalb auf jeden Fall das ganze Jahr vor Zecken! Wenn Sie Ihren Hund regelm\u00e4ssig nach S\u00fcdeuropa oder in ein anderes Mittelmeerland mitnehmen, bietet sich eine Impfung gegen Babesiose und Ehrlichiose an. Ihr\/e Tier\u00e4rztin oder Ihr Tierarzt ber\u00e4t Sie gerne.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">(Quelle: wikipedia)<\/span><\/p>\n<hr width=\"50%\" \/>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: large;\">Babesiose (Babesia Canis)<\/span><\/p>\n<hr width=\"50%\" \/>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Die Babesiose der Hunde ist eine durch Protozoen hervorgerufene Infektionskrankheit, die eine Zerst\u00f6rung der roten Blutk\u00f6rperchen und damit eine Blutarmut (An\u00e4mie) verschiedenen Grades hervorruft. Die Erkrankung kann perakut, akut, aber auch ohne deutliche Krankheitsanzeichen (subklinisch) oder chronisch verlaufen. Die \u00dcbertragung erfolgt durch Zecken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Die chronische oder subklinische Infektion zeigt sich unspezifisch in intermittierendem Fieber, Fressunlust (Anorexie) und allgemeiner Schw\u00e4che.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Der seltene perakute Verlauf \u00e4u\u00dfert sich in einer Blutarmut (h\u00e4molytische An\u00e4mie), Schock und schnellem Tod. Die ebenfalls seltene akute Form zeigt sich in gest\u00f6rtem Allgemeinbefinden, Fieber, Anorexie, Abgeschlagenheit (Lethargie), Erbrechen, Gelbsucht, An\u00e4mie und Blutharnen (H\u00e4moglobinurie).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Bei Verbringen von Tieren in Endemiegebiete (Urlaubsreisen) sollte bei Verdacht die Behandlung unverz\u00fcglich beginnen. Antiprotozoika sind wirksam. In akuten F\u00e4llen kann eine Bluttransfusion angezeigt sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Die wichtigste Prophylaxe ist das Absuchen des Tieres nach Zecken nach jedem Spaziergang und deren sofortige Entfernung. Eine medikamentelle Prophylaxe gegen Zecken (z. B. mit Permethrin) ist ebenfalls m\u00f6glich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">(Quelle: wikipedia)<\/span><\/p>\n<hr width=\"50%\" \/>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: large;\">Dirofilariose (Herzw\u00fcrmer)<\/span><\/p>\n<hr width=\"50%\" \/>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Die Herzwurmerkrankung ist in Europa haupts\u00e4chlich in den Mittelmeerl\u00e4ndern verbreitet. Besonders stark betroffene L\u00e4nder sind die Kanarischen Inseln, S\u00fcdfrankreich, Spanien, sowie die italienische Po Ebene. Die Dirfilariose wird durch einen Fadenwurm verursacht, der im Herz und in den der Lunge angrenzenden gro\u00dfen Blutgef\u00e4\u00dfen lebt. Die Fadenw\u00fcrmer k\u00f6nnen eine L\u00e4nge von 15 &#8211; 35 cm erreichen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Eine \u00dcbertragung erfolgt ausschlie\u00dflich durch bestimmte Stechm\u00fccken. Der weibliche Fadenwurm setzt Embryonen im Blut ab. Die Stechm\u00fccke wird angesteckt, wenn sie sich vom Blut eines verseuchten Hundes n\u00e4hrt. W\u00e4hrend der folgenden 10 &#8211; 15 Tagen verwandelt sich die Mikrofilarie zweimal in der Stechm\u00fccke, bis sie die infekti\u00f6se Larvenphase erreicht. Wenn die Stechm\u00fccke nun erneut Blut saugt, dringt die Larve durch den M\u00fcckenstich in den K\u00f6rper des Hundes ein. Die Larve braucht ungef\u00e4hr 6 Monate, um in die Lungenarterien zu wandern, ihre Geschlechtsreife zu erlangen und Mikrofilarien im Blut abzulagern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Die Dirofilariose verursacht Sch\u00e4den in den Lungenarterien und kann Herz, Leber und sogar die Nieren angreifen. Im fortgeschrittenen Stadium reduzieren sich die Chancen einer vollst\u00e4ndigen Genesung, auch wenn durch die Behandlung alle erwachsenen Fadenw\u00fcrmer aus dem Herz eliminiert werden. Bei einer Infektion treten z.B. folgende Symptome auf: Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, chronischer Husten, schnelle Erm\u00fcdung, Herzinsuffizienz.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Die Therapie ist kompliziert, da Herzw\u00fcrmer zwar f\u00fcr Wirkstoffe wie Diethylcarbamazin oder Melarsamin prinzipiell empf\u00e4nglich sind, aber bei st\u00e4rkerem Befall eine Thrombose oder eine schwere anaphylaktischen Reaktion infolge des massiven Absterbens von Mikrofilarien entstehen kann. Die Behandlung wird deshalb meist mit Acetylsalicyls\u00e4ure und bei schwerem Befall mit Antihistaminika kombiniert. Die operative Entfernung der Herzw\u00fcrmer ist ebenfalls risikobehaftet und nur in spezialisierten Kliniken m\u00f6glich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black; font-size: small;\">Wegen der Probleme bei der Therapie ist die Vorbeugung um so wichtiger. Eine Behandlung mit Ivermectin, Moxidectin, Selamectin oder Milbemycin vor Beginn der Urlaubsreise kann eine Infektion verhindern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">(Quelle: wikipedia)<\/span><\/p>\n<hr width=\"50%\" \/>\n<p><span style=\"font-family: Arial Black;\">Unsere Hunde werden auf den Nachweis von Leishmaniose getestet und die Interessenten werden \u00fcber den aktuellen Status informiert. Zu diesen Erkrankungen finden Sie auch viele Informationen im Internet, z.B. auch auf diesen Websiten: www.leishmaniose.de und www.parasitus.com.<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"font-family: Arial Black;\">Auf jedem Fall stehen wir Ihnen auch nach \u00dcbernahme eines Hundes, der auf eine Krankheit positiv getestet wurde, jederzeit mit Rat und Tat zur Seite!<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Mittelmeerkrankheiten gibt es in Spanien? &nbsp; Generell k\u00f6nnen Hunde aus s\u00fcdlichen L\u00e4ndern mit diversen Krankheiten infiziert sein. Hierzu z\u00e4hlen in erster Linie Leishmaniose, Borreliose, Babesiose, Dirofilariose und Ehrlichiose (Hunde). Die \u00dcbertr\u00e4ger dieser Krankheiten sind Sandm\u00fcckenstiche (Leishmaniose), Zecken (Babesiose, Borreliose &amp; Ehrlichiose) sowie W\u00fcrmer (Dirofilariose). Wichtig: Die meisten Reiseerkrankungen haben eine lange Inkubationszeit, d.h. dass &hellip; <a href=\"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/?p=194\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Mittelmeerkrankheiten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[33],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/194"}],"collection":[{"href":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=194"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/194\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":195,"href":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/194\/revisions\/195"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=194"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=194"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/tierhilfe-alf.de\/ALF\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=194"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}