Das
Projekt Andujar
An dieser Stelle möchten wir Ihnen ein wenig über unser Projekt Andujar
erzählen.
Es ist ein kleines Projekt mit umso mehr Herzblut, Tränen und Liebe-Liebe zu den
Tieren, die uns mit den Tierschützern in Andujar verbindet-wir leiden gemeinsam
und wir freuen uns gemeinsam, wenn eine Fellnase es wieder einmal geschafft hat.
Nuria, Mariangeles, Ana, Ricardo, Jose und Nurias kleine Tochter Sandra-sie alle
leben und helfen schon lange dafür, die Hunde auf den Straßen und in den
Tötungen zu retten. Viele viele Rückschläge haben sie auf ihrem Weg, der oftmals
schwer war, hinnehmen müssen.
Die komplette Geschichte des Teams in Andujar finden Sie weiter unten.
Nach zahlreichen Rückschlägen, Tränen und Hoffnungslosigkeit nahm ein erneuter
Anfang seinen lauf, als die kleine Lili Sunshine Nuria und ihrer Hündin Nena in
Andujar begegnete. Nuria nahm sich der damals 5 Monate jungen, völlig
verwahrlosten und ausgehungerten Hündin an, nahm sie zu sich, päppelte sie auf
und bat uns um unsere Hilfe. Nuria und ihr Team haben keinerlei finanziellen
Mittel, keinerlei staatlichen Hilfen, keine Unterkünfte und keine Möglichkeiten,
den Hunden in Deutschland zu einem neuen Start zu verhelfen.
So kam die kleine Lili Sunshine nach Deutschland, fand dort bei Natalies Eltern
ein Zuhause und Nuria konnte wieder einem anderen Straßenhund Andujars ein
Zuhause auf Zeit bei sich geben. Ebenso Mariangeles und Ana. Nur in dem sie die
Hunde nach Deutschland vermitteln können, können sie wieder einem neuen Hund
helfen. Natürlich spricht sich so was in Andujar herum, so dass sich
mittlerweile auch andere spanische Tierfreunde an Nuria wenden, wenn ein Tier in
Not oder von Tötung bedroht ist.
Über Andujar
Andújar ist eine knapp 38.000 Einwohner zählende Stadt in Andalusien, die im
Westen der Provinz Jaén im Tal des Río Guadalquivir zwischen den Städten Córdoba
und Jaén liegt. Die Wirtschaft ist hauptsächlich von der Landwirtschaft der
Umgebung geprägt; neben Oliven- werden auch größere Mengen Sonnenblumenöl
abgefüllt. Daneben haben auch zahlreiche Töpfereien und ein Wärmekraftwerk eine
wirtschaftliche Bedeutung.
Die Stadt geht auf das römische Istugi zurück; von der Römerzeit zeugt noch
heute eine fünfzehnbögige Brücke über den Guadalquivir. Im Jahr 888 wurde die
Stadt von den Mauren erobert und blieb bis 1155 in maurischen Händen; nach einer
Reihe von gegenseitigen Rückeroberungen gehörte sie ab 1224 als Andiua endgültig
wieder zu den Christen. Zu den bemerkenswertesten Bauwerken gehören die gotische
Kirche San Miguel, das spätbarocke Rathaus und die Kirche Santa María mit einem
freistehenden Glockenturm, der vermutlich das Minarett der ehemaligen Moschee
ersetzte. Im archäologischen Museum sind vor allem römische Reste ausgestellt.
Bis in das späte Mittelalter hatte Andújar eine große Gemeinde sephardischer
Juden, die im 15. und 16. Jh. fast ausnahmslos zwangschristianisiert wurden und
dabei überwiegend den Familiennamen Andújar annahmen. Ein Teil von ihnen
emigrierte in die Neue Welt und ließ sich hauptsächlich in der heutigen
Dominikanischen Republik nieder, wo Andújar heutzutage ein häufig anzutreffender
Familienname ist.
Andújar ist auch Ausgangspunkt für Besuche des nahegelegenen Naturparks Sierra
de Andújar.
(Quelle: wikipedia.org)
Die Geschichte von Nuria, Mariangelese, Ana, Jose, Ricardo und Nurias Tochter
Sandra:

Viel haben sie in der Vergangenheit erreicht und leider auch viel verloren.
Das Team der Andujar animal lovers group blickt auf eine erfolgreiche und
bewegende Vergangenheit zurück.
Es sind Menschen, die trotz einiger Tiefschläge, die Liebe zu den Tieren nicht
verloren und sich den innigen Wunsch zu helfen bewahrt haben.
Der Anfang begann für alle in der Tötungsstation von Andújar, in derer sie 6
Zwinger an mieteten und so vielen Hunden das Leben in eine besseren Welt
ermöglichten.
Nicht alle schafften den Sprung nach Deutschland, Hunde die nicht gesichert
werden konnten, Vierbeinern denen aus Verzweiflung das Herz brach oder so krank
in die Tötung kamen, dass alle Bemühungen sie zu retten fehl schlugen.
Viele Jahre verbrachten sie dort zwischen Hoffen und Bangen, Tod und Leben!
Nachdem ein eigenes Refugio gebaut wurde und sie dem grauenvollen Alltag der
Perrera entfliehen konnten, wollte es nun das Schicksal anders.
Es liegt dem Team nichts ferner, als ihr “altes" Lebensprojekt, das Refugio
Andújar, in irgendein Art und Weise zu “gefährden”.
Denn dort leben viele Hunde denen sie einst das Leben retteten und mit dem
Aufbau des Refugios ein Leben weit ab der Perrera ermöglichten.
Aber die Liebe zu den Tieren ist stark, so stark das sie sich erneut zusammen
schlossen und von 0, nein, eigentlich von -10, beginnen.
Auf Grund dessen das die Stadt Andújar, die Tötungsstation (Perrera ) wo damals
alles begann, verwahrlosen ließ, führt dorthin kein Weg zurück.
Die Zwinger sind zerstört, überall lauern Verletzungsgefahren und selbst die
Straße die zu dem Todestrakt führt ist - wenn es regnet - unbefahrbar, so das
die Tiere die dort auf ihren Tod warten, tagelang ohne Verpflegung ausharren
müssen.
Nein, dorthin zurück können sie nicht mehr ...
Und wenn dies Menschen sagen, die dort viele Jahre täglich gearbeitet und
instand gehalten haben, dann muss es schlimm sein ...
Schlimmer als wir es uns vorstellen können.
Da sie weder über Gelder noch Unterkünfte für die Hunde die täglich an die Türe
des Teams klopfen verfügen, steht als erstes nur der Wunsch weiter zu machen und
zu helfen ...
Wohin sie ihr Weg führen wird weiß noch niemand, aber jeder Weg beginnt mit
einem ersten Schritt und dieser ist nun getan.